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Reaktionen

Allgemein

mündlich und schriftlich von glaubwürdigen Zeitzeugen durch Auskünfte, Stellungnahmen und Unterstützungserklärungen:

Beitrag 1:
zu Pkt 1: meines Erachtens war dieser „Akt“ nicht revolutionär – viel eher sehe ich – in der „Vorarlberger Gründlichkeit“ eine rasche Herstellung der „Ordnungsprinzipien“ für das Land – dies geschah hier etwas schneller als auf Bundesebene.
Anmerkung: die Bezeichnung "revolutionärer Akt" ist aus der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur (Peter Pernthaler, Die Staatsgründungsakte der österreichischen Bundesländer) entnommen.
Frage: was ist unter "Ordnungsprinzipien" zu verstehen? Gehört die Missachtung des Selbstbestimmungsrechtes des Vorarlberger Landesvolkes durch die provisorische Landesversammlung und den späteren Landtag ebenfalls zu diesen Ordnungsprinzipien?

zu Pkt 2: stimmt
Anmerkung: diese Übereinstimmung ist ein erster Erfolg der Arbeit; namhafte Petenten und Zeitzeugen waren vorher nicht richtig informiert.

zu Pkt 3: Der Initiative zu einer Volksabstimmung – welche als "Bürgerinitiative Pro Vorarlberg" bekannt wurde, gingen mehrjährige Treffen voraus. Im Kern trafen sich neben noch heute in der Öffentlichkeit stehenden Personen, welche ich nicht benennen will, ................, um sich mit konkreten Fragestellungen, gesellschaftspolitischer Natur zu beschäftigen. Als die Petition als geeigneter Weg in Angriff genommen wurde, stiess unsere Gruppe auf eine andere, welche sich um ............ formiert hatte, was dann zu einem Gemeinschaftsprojekt in der Umsetzung der Petition wurde.
Anmerkung: aus Rücksicht auf den Verfasser erfolgt die Namensnennung nur im Einverständnis mit ihm und den betreffenden Personen


Beitrag 2:
Die Thesen sind in der aufgestellten Art nicht objektiv zu beantworten. Aus meiner Sicht hatte Pro Vorarlberg keinen Bezug auf 1918 oder eine Schweizer Initiative, sondern das Bemühen unser Land (und die Bundesländer) in seiner Identität zu unterstreichen und zu unterstützen. Alle anderen Anlehnungen sind willkürlich und nicht vertretbare Zuordnungen.

Antwort: es ist zunächst die subjektive Bewertung der Thesen erwünscht; der Nachweis für den Bezug zu 1918/19 ist möglicherweise ein Ergebnis dieser wissenschaftlichen Arbeit.


Beitrag 3:
Von den aufgelisteten Punkten sind mir 1 - 7 bekannt.
zu Pkt. 8: war mir seinerzeit nicht bekannt.
zu Pkt. 9 und 10: das ist richtig.
Ich könnte mir eine Weiterleitung an Interessenten und eine an meine Position angemessene finanzielle Unterstützung vorstellen.

Antwort: das ist eine vorzügliche Ermunterung für die Entwicklung dieses Impuls-Projektes; darauf komme ich gerne zurück.


Beitrag 4:
Die Namen der Initiatoren sind vielleicht heute nicht mehr, waren aber damals der Öffentlichkeit, bekannt. Sie wurden auf der Titelseite der VN am 11. September 1979 aufgeführt.
Die Initiative hat Markus Barnay in seiner Schrift „Pro Vorarlberg – eine regionalistische Initiative“ erschienen im fink’s verlag im Rahmen der „Beiträge zu Geschichte und Gesellschaft Vorarlbergs“, Bregenz 1983, - sicher aus seiner subjektiven Sicht - beschrieben. Richtig liegen dürfte er mit folgender Feststellung:
’Die meisten Unterzeichner hatten allerdings auf die Entstehung und den Inhalt der „Pro Vorarlberg“-Petition keinerlei Einfluss – sie durften lediglich unterschreiben. Doch auch im kleinen Kreis jener Leute, die Inhalt und Form jener Initiative bestimmten, wurden unterschiedliche Interessen vertreten – selbst politische Gegner sprachen von einer „heterogenen Gesellschaft“. Da waren einmal jene, die sich aus echtem Engagement für eine überschaubarere und menschlichere Verwaltung an der Initiative beteiligten, deren Einfluss aber im Laufe der Auseinandersetzungen offensichtlich abnahm. Auf der anderen Seite standen jene Honoratioren, die über die politische und ideologische Richtung von „Pro Vorarlberg“ entschieden: VN-Chefredakteur Ortner, der für die Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda sorgte, und Elmar Grabherr, der die Akzente der Argumentation von „Pro Vorarlberg“ setzte.’

Anmerkung: mangels besserer Dokumente und Erklärungen von glaubwürdigen Zeitzeugen dient die erwähnte Schrift als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten.


Beitrag 5:
zu Pkt. 2. Du schreibst ein "Schweizer Initiativkomitee". Das waren doch Vorarlberger, insbesonders Lustenauer, die den Anschluss an die Schweiz anstrebten. Also ist es doch ein Vorarlberger Komitee, das den Anschluss an die Schweiz anstrebte.
Antwort: Nein, der seit Nov. 1918 von Ferdinand Riedmann geführte Vorarlberger "Werbeausschuss für den Anschluss an die Schweiz" ist nicht mit dem "Schweizer Initiativkomitee Pro Vorarlberg" zu verwechseln, dessen Gründung in Rorschach erst am 18. Nov. 1919 erfolgte, d.h. 6 Monate nach der Vorarlberger Volksabstimmung. (Daniel Witzig, Die Vorarlberger Frage, 1974, Seite 368)
Weiters: "Pro Vorarlberg" ist geschützt.
Frage: Wer ist der Inhaber dieser Schutzrechte?

zu Pkt. 4. Welche Petenten distanzieren sich von PV?
Antwort: Ich bitte um Verständnis, wenn ich darüber nicht berichte. Es genügt mir, wenn ich von mindestens drei unabhängigen Petenten persönliche Stellungnahmen erhalte.

zu Pkt. 5. Wieso eine "falsche" Fragestellung?
Antwort: Das ist am Beispiel 1919 zu erklären. Der Werbeausschuss hat am 1. März 1919 mit 40.334 Unterstützungserklärungen, das waren 70 % der Wahlberechtigten, vom provisorischen Landesrat den Anschluss des Landes Vorarlberg an die Schweiz verlangt. Die provisorische Landesversammlung hat trotz Kenntnis des Volkswillens am 15. März 1919 beschlossen, die Entscheidung über den endgültigen Beitritt von Vorarlberg an Deutschösterreich dem noch zu wählenden Landtag zu überlassen. Die "richtige" Frage zur Volksabstimmung 1919 hätte m.E. gelautet: "Soll das Land Vorarlberg der Republik Deutschösterreich beitreten und sämtliche widersprechenden Anschlussbestrebungen unterlassen?" Dann hätten wahrscheinlich 97 % der Wähler, nämlich 80 % schweiz-freundliche und 17 % deutsch-freundliche, mit "Nein" gestimmt. Der Verhandlungsausschuss der provisorischen Landesversammlung bzw. des spätere Landerat hätten in der Folge mit diesem eindeutigen Ergebnis ihre Aufgabe zur Suche nach einer besseren Lösung tatsächlich wahrnehmen können. Die einmalige Gelegenheit bei dieser Volksabstimmung wurde in Vorarlberg und nicht wie vielfach behauptet, in Wien, Bern und Paris missachtet. Die Geschichte der "falschen" Fragestellung bei der Volksabstimmung 1980 weist gewisse Parallelen mit 1919 auf und wird im Rahmen dieser Arbeit noch zu beleuchten sein. Das Landesvolk bei Volksabstimmungen mit "falschen" Fragen zu verwirren ist offensichtlich eine Möglichkeit der Politik.

zu Pkt. 9. Wie stellst du dir eine "Selbständige Landesversammlung freier Menschen" vor?
Antwort: Das ist zunächst eine Idee. Die Mehrheit der Vorarlberger sind (partei-) politisch freie Menschen. Wenn diese Mehrheit ihre politischen Interessen wahrnehmen will, muss sie sich selbst organisieren. Diese Organisation könnte sich als "Selbständige Landesversammlung freier Menschen" bezeichnen.

Wer oder was ist die "IG Mäder"?
Antwort: Die "IG Mäder" ist zunächst jener Kreis von Personen, der mich bei dieser wissenschaftlichen Arbeit unterstützt. Wenn mit der Veröffentlichung der "10 Thesen" Geldgeschäfte zu tätigen sind, wird sich daraus voraussichtlich eine "Gesellschaft nach bürgerlichem Recht" mit zwei bis drei Gesellschaftern entwickeln.


Beitrag 6:
Ich glaube auch, dass es nicht viel Sinn macht in dem Thema herumzustochern, es sei denn, man will die Nutzanwendung daraus ziehen und einen nächsten Schritt in dieser Richtung unternehmen. Dann wäre es auch sinnvoll, zu berichten, wie Pro Vorarlberg zustande gekommen, wie die Mitglieder geworben und welche Probleme es gab.

Antwort: Wissenschaftlich zu arbeiten und zu forschen ohne "herumzustochern" ist ist für mich wie Rad fahren ohne zu treten. Die Nutzanwendung - d.h. der eigentliche Zweck - liegt in der Zukunft. Wenn es unseren Nachfahren gelingt, jene Fehler zu vermeiden, die wir bzw. unsere Vorfahren gemacht haben, dann hat sich diese wissenschaftliche Arbeit gelohnt.


Beitrag 7:
Deine initiative gefällt mir. Ich wäre bereit, mich - wenn du einen Hauptsponsor findest - auch finanziell an einer solchen Arbeit zu beteiligen.

Antwort: mein Hauptsponsor sind alle (partei-) politisch freien Menschen. Das Ergebnis dieser wissenschaftlichen Arbeit ist möglicherweise die ideelle Grundlage zur nächsten Landes-Volksabstimmung mit einer "richtigen" Fragestellung.


Beitrag 8:
Die heutige Ausgangslage für Föderalismusaktivitäten hat sich gegenüber 1979/80 grundlegend geändert. Der Beitritt Österreichs zur EU ging mit einem einschneidenden Verlust der selbständigen Entscheidungsrechte in vielen Bereichen einher. Unsere Selbstbestimmungsrechte werden mit Sicherheit weiter dezimiert werden. Das Recht geht in Hinkunft immer weniger vom Volke und immer mehr von Brüssel aus.

Anmerkung: Die europäische Integration bietet auch neue Chancen für den Föderalismus. Diese Chancen zu erkennen und bessere föderalistische Ideen zu entwickeln ist das Gebot der Stunde. Das Selbstbestimmungsrecht wurde dem unmündigen Vorarlberger Landesvolk nachweislich seit vielen Jahrhunderten verweigert. Die EU müsste das Selbstbestimmmungsrecht auf ausdrücklichen Wunsch des Landesvolkes anerkennen. Wer wagt, gewinnt! Das haben uns die Liechtensteiner, Luxemburger und Malteser deutlich genug gezeigt.


Beitrag 9:
zu Pkt. 2: Welche Zusammenhänge zwischen "Pro Vorarlberg" (1919 - 1924) und "Pro Vorarlberg" (1979 - 1982) sind bekannt?
Antwort: die zum Verwechseln ähnliche Namensgebung; Entstehung, Zweck und Grösse der Organisationen sind zwar verschieden, das Durchhaltevermögen der Mitglieder, die Wirkungsdauer und das Verschwinden dieser Organisationen nach ihrem Scheitern sind vergleichbar.

zu Pkt. 8: Was ist unter dem Begriff "Landesvolk" zu verstehen?
Antwort: die Landesverfassung kann den Begriff nicht eindeutig erklären. Vermutlich sind nur die bei Landtagswahlen wahlberechtigten Personen gemeint; Kinder, Jugendliche und Ausländer gehören offensichtlich nicht dazu.

zu Pkt. 9: Was ist eine "Selbständige Landesversammlung freier Menschen"?
Antwort: siehe Beitrag 5; möglicherweise auch nur "Landesversammlung freier Menschen"

zu Pkt. 10: Wie soll die "Selbständige Landesversammlung freier Menschen" entstehen und eingeführt werden?
Antwort: durch die spontane Vereinbarung freier Menschen zur "Pro Vorarlberger Eidgenossenschaft" nach dem bewährten Grundsatz "Wir sind ein einig Volk von Brüdern und Schwestern".


Beitrag 10:
Es ist gut, um Verwandte im Geiste zu wissen.

Anmerkung: für dieses Impuls-Projekt suche ich Verwandte im Geiste. Von Alexander Solschenizyn stammt der Satz: "Ein großer Schriftsteller ist so etwas wie eine zweite Regierung." Ich suche nicht nur große sondern auch kleine Schriftsteller, die den Mut haben, etwas Wissenswertes über "Pro Vorarlberg" (1919 und 1979) im Rahmen dieses Impuls-Projektes zu veröffentlichen.


Beitrag 11:
zu Pkt. 6: »Die Vorarlberger Volksabstimmung vom 15. Juni 1980 ist nicht nur eine Großtat in der neuesten Vorarlberger Geschichte, sondern zugleich ein Dauerauftrag an alle politischen Vertreter des Landes, wo immer sie stehen. Möge dieses machtvolle Bekenntnis endlich die geschichtlich nunmehr oft genug bezeugte Auffassung des Vorarlberger Volkes über die Gestaltung seines Staates der Verwirklichung näherbringen. Dies kann aber nur eintreten, wenn das Vorarlberger Volk auch hier „net lugg lot“!« Elmar Grabherr, Vorarlberger Geschichte, 1986

Frage: Wie ist die Aufforderung von Elmar Grabherr zu verstehen?
Wer sind mit "alle politischen Vertreter des Landes" gemeint?
Was sollen diese Vertreter unterlassen?
Was sollen diese Vertreter tun?


Beitrag 12:
zu Pkt. 6: Wodurch unterscheiden sich die Petition der Bürgerinitiative "Pro Vorarlberg" und die vom Landtag beschlossene Fragestellung zur Volksabstimmung inhaltlich?

Antwort: Die Petition (Bittschrift) stellte die Frage "Soll Vorarlberg ... mehr Selbständigkeit durch ein eigenes Statut ... erhalten?" also einen Zweck, nämlich die Herstellung von verfassungsrechtlichen Bestimmungen durch den Landtag, in den Vordergrund. Die vom Landtag beschlossene Frage zur Volksabstimmung "Sollen Vertreter des Landes ... in Verhandlungen ... eintreten ...?" stellt ein allfälliges Mittel der Landesregierung in den Vordergrund. Mit der falschen Fragestellung hat der Landtag dem Landesvolk die Entscheidung über "mehr Selbständigkeit durch ein eigenes Statut" vorenthalten.


Beitrag 13:
zu Pkt. 6: Durch die Volksabstimmung hat die Aktion „Pro Vorarlberg“ ihren Zweck erfüllt. Es wäre nun Sache der Landesregierung gewesen, die Wünsche des Volkes beim Bund durchzusetzen. Es war aber diese selbst, die den Schwanz eingezogen hat. Damit war die ganze Arbeit umsonst. Das Volk wurde von der Landesregierung hintergangen.
In diesem Sinne habe ich LAD Dr. Grabherr nach seiner Pensionierung angesprochen. Er sagte, daß er mit diesen Pappenheimern lange genug zu tun gehabt hat und man somit nicht mehr weiter machen kann. Die Regierung selbst brachte das ganze Unternehmen zum Scheitern.

Frage: Was halten Sie von der "Landesversammlung freier Menschen"?


Beitrag 14:
da muss ich beschämt feststellen, wie wenig präzise meine Geschichtskenntnisse in Bezug auf das eigene Bundesland sind. Auf so wackeligen Beinen möchte ich dazu auch lieber nicht Stellung nehmen.

Antwort:
Selbst ehemals aktive "Pro Vorarlberger" kennen die wirklichen Zusammenhänge (noch) nicht genau. Da brauchen sich auch jüngere Zeitzeugen nicht zu schämen. Eine Zusammenfassung von Stellungnahmen ist in meinem 3. Bericht vom 16.04.05 zu finden. Die Wahrheit über die verpassten Gelegenheiten von 1919 bzw. 1980, möglicherweise auch 1945 zu erfahren, daraus zu lernen und dem Landesvolk künftig bessere Lösungen anzubieten, könnte die erste Aufgabe der Landesversammlung "Pro Vorarlberg" werden.


Beitrag 15:
besten Dank für die Übermittlung Ihrer Thesen, die ich mit Interesse gelesen habe. Bei der These 1 würde ich stärker betonen, dass mit "revolutionär" die staatsrechtliche Definition von Revolution gemeint ist, ich habe in meinen Vorträgen und Publikationen zum Thema in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen müssen, das selbst Historiker nicht begreifen wollen, dass dies ein staatsrechtlicher Fachterminus ist und sie immer wieder auf der umgangssprachlichen Bedeutung von "revolutionär" reflektieren. Das will nicht in die Köpfe mancher Menschen und führt gerne dazu, dass die eigentliche Aussage, die korrekt ist, in den Hintergrund der Debatte tritt.


Beitrag 16:
Das Landesarchiv verwahrt die Akten der Landesregierung, soweit die Behörde anno 1980 einen Anlass fand, einen Akt über PV zu erstellen, werden diese Akten hier verwahrt. Die Akten unterliegen allerdings einer gesetzlichen Schutzfrist von 50 Jahren, d.h. zugänglich sind derzeit nur jene Akten, die ein Abschlussdatum 31. Mai 1955 aufweisen.

Antwort: Wem die gesetzliche Schutzfrist dienen soll ist mir in diesem Zusammenhang nicht verständlich. Es sind deshalb alle interessierten Zeitzeugen berufen, ihren Beitrag zur Wahrheitsfindung zu leisten.


Beitrag 17:
wie ich gestern in der Podiumsdiskussion schon ausgeführt habe, wurde bewusst das Sachthema von Pro Vorarlberg, nämlich die Forcierung des Föderalismus, durch die Fixierung auf zwei Personen (Grabherr, Ortner) emotional überlagert.
Dr.Elmar Grabherr hat für mich keine „zweifelhafte Vergangenheit“ (Sie haben es darum richtigerweise in Anführungszeichen gesetzt).
Die oben erwähnte Emotionalisierung seitens der Gegner des Föderalismus geschah mit voller Absicht. Der persönliche Lebensweg von Dr.Elmar Grabherr hat mit PRO V insoweit zu tun, als er als überzeugter Föderalist, der dies auch in seiner beruflichen Aufgabe gelebt hat, dies immer und überall aktiv eingebracht hat.
Natürlich ist die Person Dr.Elmar Grabherr untrennbar mit PRO V verbunden und soll es auch bleiben – vordergründig aber würde ich gerne die Diskussion die gestern stattgefunden hat fortsetzen: was hat PRO V bewirkt in diesen 25 Jahren und wo sind Akzente wiederum zu setzen – wie von Dr.Brandtner und Dr.Nick ja umfassend gestern dargestellt.
Ich finde es wichtig, das Lebenswerk von Dr.Grabherr zu dokumentieren und festzuhalten – aber dies sollte in seiner Gesamtheit geschehen und nicht gleichsam als Richtigstellung einzelner in Zusammen mit seiner Aktivität bei PRO V erhobenen Beschuldigungen. Eine Fixierung auf diesen Punkt würde m.E. das Gesamtthema überlagern – und genau das beabsichtigten ja die Gegner des Föderalismus. Ich bitte Sie, meine Argumente im Hinblick auf Ihren Wunsch zu prüfen ...

Antwort: die Rehabilitierung von Elmar Grabherr in einer ordentlichen Biographie möge eines Ihrer Lebenswerke sein. So hat beispielsweise "Volksführer" Ferdinand Riedmann seine späte Rehabilierung durch seinen Freund Adolf Bösch in Lustenau erfahren. Das offizielle Vorarlberg schweigt im Falle Riedmann / Ender noch nach mehr als 80 Jahren. Da wäre eine wissenschaftlich fundierte Klarstellung ebenfalls fällig.
Ich konzentriere meine Kräfte zur Lösung der - auch für meine Freunde - offenen "Pro Vorarlberg"-Sachfragen und suche jene Personen, die darüber reden können und dürfen.


Beitrag 18:
die Bürgerinitiative Pro Vorarlberg hat mich von Anfang an intensiv beschäftigt. Im Jahre 1980 hat der Landtag die Inhalte, welche die Bürgerinitiative vorgab, nach Anhörung von Experten des Landes, des Bundes und von Universitätslehrern nach intensiven Beratungen zu den allseits bekannten "10 Punkten zur Stärkung des Landes (der Länder) und der Gemeinden im Rahmen des österreichischen Bundesstaates" weiterentwickelt und dem Landesvolk zur Abstimmung vorgelegt. Vertreter der Initiative Pro Vorarlberg haben sowohl dem Inhalt des 10-Punkte- Programmes wie der Abstimmungsfrage ausdrücklich zugestimmt.
Sie meinen nun in elektronischen ebenso wie dieser Tage in Printmedien, die seinerzeit gewählte Fragestellung sei unzweckmäßig gewesen, habe der Regierungspropaganda gedient, Steuermittel verschlungen und das Vorarlberger Landesvolk in seiner demokratiepolitischen Entwicklung nachhaltig behindert.
Ich verstehe Ihr Urteil - offen gestanden - nicht und bitte Sie daher, darzulegen, wie nach Ihrer Anschauung die Fragestellung lauten hätte müssen.
Ich warte gespannt auf Ihre Antwort und grüsse Sie freundlich!

Antwort: Sie werden verstehen, dass ich Ihnen in dieser Angelegenheit mit Vorsicht antworte. Ich denke wir sollten uns zunächst auf einen neutralen Vermittler einigen. Was halten Sie davon?

comanitas.com · zuletzt geändert  15. Jul 2005